P
Pflanzliche Fasern
Zu den pflanzlichen Fasern gehören Bananenseide, Baumwolle, Jute, Hanf, und Flachs.
Palastteppich
Palastteppich ist die Handelsbezeichnung für großformatige und hochwertige Orientteppiche.
Porträtteppiche
Porträtteppiche sind Orientteppiche mit Bildnissen von Persönlichkeiten.
R
Rohling
Als Rohling wird ein fertig geknüpfter Teppich ohne Nachbehandlung verstanden.
Reine Schurwolle
Reine Schurwolle ist als Begriff weltweit geschützt. Er darf nur für neue, vom lebenden Schaf geschorene Wolle verwendet werden.
Reliefschur
Unter dem Begriff Reliefschur wird herausgeschorene Konturenbetonung der Mustergrenzen verstanden.
Rips
Rips bezeichnet ein besonderes Webverfahren, das den Eindruck einer Kette im Gewebe hervorruft. Rips wird mit zweierlei Schussfäden gewebt, einem groben und einem sehr dünnen, wodurch das gerippte Muster entsteht. Ripsteppiche werden mit Baumwollkette gewebt; wenn man die Farbe der Kette wechselt, erhält man ein kariertes Muster.
S
Seide
Bei Seide handelt es sich um eine, vom Kokon der Seidenraupe gewonnene, feine und kostbare Naturfaser.
Sumak
Bei einem Sumak handelt es sich um einen florlosen Webteppich. Er unterscheidet sich optisch vom Kelim durch die ca. 10 cm langen zottigen Fäden, die auf der Rückseite des Teppichs heraushängen, und die fischgrätartige Struktur auf der Oberfläche.
Schlingflor
Beim Schlingflor ist das Garn schlaufenförmig durch den Teppichrücken gezogen.
Schussfäden
Die Schussfäden sind bei der Herstellung eines Gewebes jene parallelen Fäden eines textilen Gewebes, die zu den im Webstuhl aufgespannten Kettfäden quer liegen.
Schafwolle
Die aus einer Eiweißverbindung (Keratin) bestehende Schafwolle liefert mit Abstand das häufigste und wichtigste Garnmaterial zur Herstellung von Web- und Knüpfteppichen. Sie wird sowohl für den Flor als auch teilweise für Kette und Schuß des Grundgewebes eingesetzt.
Scheren
Das Scheren bezeichnet das Flortrimmen während und nach Fertigstellung des Teppichs.
Spannen
Unter dem Begriff Spannen versteht man das Glätten welliger Teppiche.
Strichrichtung
Die Richtung, in die der Flor weist, heißt Stilrichtung
Shaggy- Teppich
Ein Shaggy-Teppich ist ein Hochflorteppich, der sich optisch durch sein zottiges und struppiges Erscheinungsbild auszeichnet. Er ist besonders weich.
Sisal-Teppiche
Sisal-Teppiche sind ungefärbte, einfach gewebte Teppiche aus Fasern, die aus den Blättern der Sisalagave gewonnen werden.
Soumak-Technik
Eine Technik, bei der das Garn über vier Kettenfäden geführt und unter zwei Kettenfäden zurückgeführt wird.
T
Teppichgeschichte
Über das Entstehen des handgeknüpften Teppichs gibt es wenig Uneinigkeit. Die allgemeine Behauptung ist, dass die ersten Teppiche von Nomaden hergestellt wurden, um sich vor der Kälte zu schützen. Es handelte sich dabei um flachgewebte Teppiche. Die Herstellung von Teppichen ist ein sehr altes Handwerk. Bei archäologischen Ausgrabungen im Jahre 1949 wurde in Süd-Sibirien ein Teppich mit hohem künstlerischen und technischen Qualitäten aus dem Jahre 500 v. Chr. gefunden. Im Altertum und im frühen Mittelalter wurden Teppiche als Gastgeschenk verwendet. Mit der Entstehung des Islams im Jahre 662 n. Chr. entsteht die erste Verbreitung des Teppichs. Laut des Korans sollte jeder Gläubige eine saubere Unterlage zum Gebet verwenden. Die einfachste Lösung dazu war die Benutzung eines Teppichs. Auch Moscheen wurden mit Teppichen ausgeschmückt. Durch Handel fand der Teppich im Mittelalter und während der Renaissance seinen Weg nach Europa. Das Sammeln von Teppichen war damals eine teure Liebhaberei für gutsituierte Europäer und später Amerikaner. Die ersten Importfirmen ließen sich um 1880 in den Ursprungsländern nieder, um Transport und Produktion zu organisieren. Ab 1990 fand im Westen die zweite Verbreitungswelle des Teppichs statt. Teppiche wurden zahlbar und entsprachen den westlichen Normen.
Tierische Fasern
Zu den tierischen Fasern gehören Schafwolle, Kaschmir, Ziegenhaar und Seide.
Türkischer Knoten
Der Türkische Knoten wird symmetrisch über ein nebeneinanderliegendes Kettfadenpaar geknüpft, beide Fäden werden von dem Florgarn voll umschlossen.
Tibetischer Knüpfknoten
Der Tibetische Knüpfknoten ähnelt dem Persischen Knoten, wird aber über eine Stange geschlungen. Wird eine Reihe Knotenschlingen in Schußrichtung gesetzt, werden die oberen Schlaufenbögen aufgeschnitten, so dass der Flor dann auffächert. Es ergibt sich ein Nepal-typisches „streifiges“ Knüpfbild, das im Flor die einzelnen Knüpfreihen gut erkennen lässt.
Teppichmaßbezeichnung in Deutschland
In Deutschland sind immer noch herkömmliche Maßbezeichnungen nach sogenannten „Vierteln“ in Gebrauch. Sie richten sich nach der alten, Preußischen Elle. Mit der ersten Zahl wird die Breite in Viertel Ellen angegeben: Maßbezeichnung Teppichmaß: 4/4 sind ca. 70 x 140 cm, 6/4 sind ca. 90 x160 cm, 8/4 sind ca. 120 x 80 cm, 9/4 sind 140 x200cm, 10/4 sind ca. 170 x 240 cm, 11/4 sind ca. 200 x 250 cm ,12/4 sind ca. 200 x 300 cm, 15/4 sind ca. 250 x 300 cm, 16/4 sind ca. 250 x 350 cm, 18/4 sind ca. 300 x 400 cm.
Teppichunterlage
Die Teppichunterlage wird unter den Teppich gelegt und soll ihn vor Abnutzung und dem verutschen auf glatten Böden schützen.
Tufting
Tufting bezeichnet ein technisches Verfahren zum Eintragen von Florfäden in ein Grundgewebe.
Talim
Bezeichnung einer Mustervorlage für einen handgeknüpften Teppich. Meist ein auf Millimeterpapier gezeichnetes Muster.