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Teppiche: Gewebt, Geknüpft & Getuftet

 

Teppichherstellung – Wir stellen 3 unterschiedliche Techniken vor

Bei der Suche nach einem neuen Teppich stößt man früher oder später auf die viele verschiedene Arten der Teppichherstellung. Ob der neue Teppich getuftet, gewebt oder geknüpft sein soll, ist oft nicht nur eine Geschmacks- sondern auch eine Preisfrage. Die Arten der Teppichherstellung sind so vielseitig wie die Teppiche selbst und jede Methode hat dabei seine Berechtigung. Doch worin genau unterscheiden sich diese Teppiche, welche Vor- und Nachteile der einzelnen Herstellungsmethoden gibt es. Die nächsten Abschnitte liefern Ihnen einen umfassenden Überblick über die der unterschiedlichen Arten der Teppichherstellung und geben Ihnen Antwort auf die obigen Fragen. So wird Ihr nächster Teppichkauf garantiert zum Erfolg!

 

Inhaltsverzeichnis

 

Über das Weben – per Hand und maschinell 

Das Weben ist eine der ältesten Handarbeitstechniken zur Herstellung von Textilien. Nicht ohne Grund wird für den Begriff „Stoffe“ auch oft das Wort „Gewebe“ benutzt. Laut archäologischen Forschungen sollen die Anfänge dieser Technik schon im Neolithikum bekannt gewesen sein. Weben kann man fast alles: Decken, Materialien für die Kleidung, Tapeten und natürlich auch Teppiche. Die Teppichherstellung kann mittels dieser Methode maschinell und auch per Hand erfolgen. Bei allen Webarten werden mindestens zwei Fadensysteme verarbeitet. Die Kettfäden bilden dabei ein Art Gerüst, durch das der Schussfaden von einer Seite zur anderen hin- und hergezogen wird. Je dichter das entstandene Gewebe, desto strapazierfähiger und haltbares ist es.
 

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Handgewebte Teppiche

Bei handgewebten Teppichen können Farben und Muster nahezu unendlich viele Varianten aufweisen. Allerdings ist die Herstellung viel aufwändiger und kann Monate bis Jahre dauern, was sich im Preis niederschlägt. Wolle und Hanf sind bevorzugte Materialien bei dieser Methode.

Maschinell gewebte Teppiche

Vollautomatische Webstühle, bei denen das Garn von tausend Rollen gleichzeitig verarbeitet wird, haben in vielen Bereichen das Handweben abgelöst. So können Teppiche schneller und preiswerter produziert werden. Leider können nur maximal zehn Farben gleichzeitig benutzt werden. Außerdem erfolgt die Herstellung in festen Breiten. Daher werden die gewünschten Größen anschließend zurechtgeschnitten und mit entsprechenden Kanten versehen.

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Über das Knüpfen – eine sehr alte Kunst

Teppichknüpfen ist eine sehr alte Kunst, die wahrscheinlich von den Nomaden in Zentralasien entwickelt wurde. Man unterscheidet hauptsächlich zwei gebräuchliche Knüpfarten, den symmetrischen und den asymmetrischen Knoten. An einem Webstuhl werden Kettfäden, die als Unterlage dienen, mit den einzelnen Wollfäden verknotet. Dazu benutzt man verschiedene Werkzeuge, wie Knüpfhaken sowie unterschiedliche Scheren und Messer. Im Teppichladen Deines Vertrauens findest Du Knüpfteppiche in zwei grundlegend verschiedenen Arten vor. Neben den handgeknüpften Exemplaren gibt es auch welche, die Maschinen produziert haben. 

Handgeknüpfte Teppiche

Das Knüpfen per Hand ist eine langwierige Angelegenheit, die früher fast nur Frauen ausgeführten. Am Ende wird der Teppich vom Webstuhl abgeschnitten und alles noch einmal nachbehandelt. Zu diesen Arbeiten gehören das Trimmen und das Anfertigen der Fransen. Außerdem werden die Längsseiten mit einem Rand versehen. Zum Knüpfen benutzt man Wolle, Baumwolle oder Seide. Handgeknüpfte Teppiche gibt es aus verschiedenen Ländern beziehungsweise Regionen. Sie unterscheiden sich oft in den gestalteten Mustern und den verwendeten Farben. Bei allen ist die Arbeit sehr aufwändig und das schlägt sich natürlich im Preis nieder. 

Maschinell geknüpfte Teppiche

Das Tuften wird nicht nur mit Maschinen (wie z.B. für Teppichböden), sondern auch von Hand kommerziell betrieben. Aber was genau wird dabei eigentlich gemacht, was versteht man unter "Tuften"?

Neben den handgeknüpften Exemplaren gibt es auch welche, die Maschinen produziert haben. Die Produktion maschinell geknüpfter Teppiche geschieht natürlich viel schneller als per Hand. Die Fertigung erlaubt nur feste Breiten, die man später auf die passenden Größen zuschneidet. Es ist möglich verschiedenste Muster herzustellen, man muss sich dabei aber auf 8 bis 10 Farben beschränken. Manchmal bringt man nach dem Zerschneiden und dem Annähen der Kanten auch noch Fransen am Teppich an. Die werden nun an den Schmalseiten angenäht, während man die Fransen bei Handknüpfen aus den Kettenfaden bildet. Als Materialien beim maschinellen Knüpfen kommen Wolle und Baumwolle aber auch Synthetik- und Kunstfasern zum Einsatz.

Über das Tuften – per Hand oder maschinell

Mit einer Garnpistole wird von der Rückseite eines Trägergewebes, das aus 100% Baumwolle besteht, das Polgarn so eingeschossen, dass sich auf der vorderen Warenseite jede gewünschte Struktur, Schnitt- oder Schlingenflor ausbilden lässt. Jede gewünschte Größe und Form kann getuftet werden, variierbar sind Material, Form, Farbe, Struktur und das Design. Die Herstellung von Handtuft-Teppichen erfolgt in Deutschland, Mitteleuropa, Indien, China, Thailand, Singapur und Hongkong. Nach dem Einschießen der Polfäden werden diese auf der Rückseite des Teppichs mit einer Latexmasse beschichtet und dadurch verankert. Danach werden die Teppiche in der Sonne oder in Trockenräumen getrocknet. Dann erhält der Teppich einen Rücken aus Baumwolle, die Kanten werden eingefasst, der Flor wird glattgeschoren und das Muster durch einen Reliefschnitt hervorgehoben. Diese Arbeitsschritte erfolgen komplett per Hand. Das Material zb. Wolle, Polyacryl, Polyester, Viscose etc. sowie das Poleinsatzgewicht pro m² machen hauptsächlich die Qualitäts- und Preisunterschiede aus.

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Maschinell getuftete Teppiche

Das maschinelle Tuften von Teppichen orientiert sich an dem Prinzip der Nähmaschine. Statt einer Garnpistole wird hier der Faden mit Nadeln in das Gewebe eingeführt. Bevor die Nadeln wieder zurückgezogen werden, wird das eingebrachte Garn von Greifern festgehalten. Dadurch entstehen Schlaufen an der Oberfläche des Teppichs, sogenannte Loops. Schneidet man die Schlingen durch, erhält man einen Velourteppich. Wie auch bei handgetufteten Teppichen wird auch beim maschinellen Tuften der Teppichrücken vollständig verleimt und mit einem Zweitrücken versehen. Maschinell getuftete Teppiche sind natürlich günstiger als handgetuftete Teppiche. Doch das wirklich besondere am maschinellen Tuften ist die Möglichkeit zur Herstellung von Schlingenteppichen.

 

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