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Indische Teppiche

Es gab vor langer Zeit in Indien eine wirklich blühende Teppichkunst. Alles soll im 16. Jahrhundert mit der Flucht eines Mogulkaisers (Herrscher eines vom 16. bis Mitte des 19. Jahrhundert in Indien bestehenden Reiches) vor Aufständischen nach Persien begonnen haben. Als in seiner Heimat wieder Ruhe eingekehrt war, trat er an seinen Gastgeber mit einer ungewöhnlichen Bitte heran: Er wünschte sich, dass ihn einige der einheimischen Teppichweber bei seiner Rückkehr aus dem Exil begleiteten. Der Mogulkaiser hatte die Teppichkunst kennen und schätzen gelernt und wollte dieses Handwerk in Indien etablieren. So geschah es auch, und bald darauf entstanden mehrere Manufakturen, in denen die Herrscher des Landes großformatige Teppiche knüpfen ließen, um ihre Paläste damit zu schmücken.

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Die ersten Exemplare lehnten sich mit Mustern und Farbkonzeptionen stark an die persischen Vorbilder an. Nach und nach traten Naturdarstellungen immer mehr in den Vordergrund. Vor allem die Darstellung von Blumen hatte es den indischen Knüpfern angetan. Aber auch Tiere, Jagdszenen oder Dschungelansichten wurden dargestellt. Als Farben wurden Rot, Weiß, Grün, Gelb, Gold und Azur bevorzugt. Meist verwendete man Wolle aus Kaschmir oder kostbare Seide. Besonders exquisite Stücke wurden mit Gold- und Silberfäden versehen. So entstanden wunderbare Teppiche, die als wahre Meisterwerke gelten.

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Nach der Kolonialisierung Indiens durch die Engländer fiel die Teppichherstellung, die hauptsächlich in Manufakturen stattfand, in eine tiefe Krise. Inzwischen werden in Indien zwar wieder Teppiche hergestellt, man konzentriert sich aber im Allgemeinen auf preiswerte Exemplare, die zwar schön aussehen, aber nicht an die Qualität der historischen Arbeiten heranreichen. Als Motive kopiert man meist die beliebten persischen Muster.

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