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Teppich-Herstellung: getuftet, gewebt, geknüpft

Wer einen Teppich kaufen möchte, wird häufig mit Begriffen wie „maschinengewebt“ oder „handgetuftet“ konfrontiert. Wir erklären Dir, was es mit den gängigsten Herstellungsverfahren auf sich hat.

 

Tufting

Das Tufting-Verfahren (früher Nadelflor) ist das gebräuchlichste Verfahren bei der Teppichherstellung und hat vor allem bei der industriellen Produktion eine große Bedeutung.  Beim Tufting-Verfahren wird das Garn mit Hilfe der Nadelbarre, die einer überdimensionalen Nähmaschine ähnelt, in ein Trägermaterial aus Gewebe oder Flies eingenadelt. Dabei werden die Teppichfasern von Greifern festgehalten, zu Schlingen geformt und auf der Rückseite verankert. Die festgelegte Größe der Schlingen bestimmt letztendlich die Florhöhe des Teppichs. Da die Florfäden nur locker im Trägergewebe sitzen, wird der Teppichrücken anschließend vollflächig verleimt und mit einem Gewebe beschichtet, das dem Teppich zusätzliche Festigkeit und einen höheren Trittkomfort verleiht.

 

Weben 

Das Weben ist eines der ältesten Herstellungsverfahren von Teppichen und ist auch heute immer noch gebräuchlich. Anders als damals erfolgt der Webvorgang jedoch nun mit computergesteuerten Webmaschinen. Beim Weben kreuzen sich im rechten Winkel zwei Garne/Fäden, die längslaufende sogenannte "Kette" und der quer laufende "Schuss". Durch entsprechende Vorrichtungen werden die längslaufenden Kettfäden aufgeteilt und zum Teil gesenkt, zum Teil gehoben. Dadurch entsteht zwischen den Kettfäden eine Öffnung, das so genannte Fach. Durch dieses Fach gleitet ein Schützen und trägt den Schussfaden ein. Das abwechselnde Heben und Senken der Kettfäden lassen diese über bzw. unter dem Schussfaden liegen, es entstehen Fadenverkreuzungen, Bindung genannt. Je höher die Anzahl der Schuss- und Kettfäden, desto robuster wird das Gewebe und entsprechend stärker kann die Beanspruchung sein.

 

Knüpfen

Geknüpfte Teppiche werden in aufwändiger und zeitintensiver Handarbeit an einem Knüpfstuhl hergestellt. Zum Knüpfen gehören folgende Werkzeuge: Messer mit Haken, Schere sowie Kamm aus Holz und Metall. Mit dem Kamm werden Knotenreihen und Schussfäden jeweils fest zusammengedrückt. Eine geübte Knüpferin schafft ca. 8.000 bis 12.000 Knoten pro achtstündigem Arbeitstag. Zwischen die Knotenreihen werden ein oder mehrere Einschläge gelegt, die den Knotenreihen Festigkeit verleihen. Nach dem Knüpfen wird der Teppich vom Webstuhl geschnitten. Dann wird der Flor mit der Schere getrimmt, die Fransen werden befestigt und die Längsseiten langettiert (mit Randstickerei versehen). Danach folgt die Nachbehandlung mit Polieren, Reinigen, Trocknen und eventuellem Ausbessern.

 
 
 
 

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